21. Juli 2010

TED Konferenz

Unter dem Motto „Ideas worth spreading“ versammelten sich vom 12. bis 16. Juli in Oxford denkende Menschen aus Technologie, Unterhaltung, Design, Wissenschaft und Wirtschaft – hier gibt es alles Lesenswerte und weitere Termine.

10. Juli 2010

Long Tail, auf der Straße

Sogenannte „Pop-up“-Konzepte halten seit einiger Zeit Einzug in Gastronomie und Kunst: Mode-Läden, die nur einige Wochen geöffnet und einem ausgesuchten Kreis von Kunden bekannt sind, konnte man bereits vor Jahren in Städten wie Berlin, Wien, London und Tokyo besuchen: Comme des Garçons eröffnete Guerilla-Shops, die Mode von Clemens en August ist nur „on Tour“ in ausgewählten Galerien für zeitgenössische Kunst zu haben. Das Prinzip „Kauf, solange du kannst“ hält nun auch in Gastronomie und Kunst Einzug. Chego! Restaurants in Los Angeles und Treats Truck in New York verkaufen ihre kulinarischen Kreationen von Lastwagen aus, Galerien zeigen ihre Künstler in Lofts und privaten Wohnungen für wenige Tage. Das Marketing übernehmen soziale Netzwerke im Internet: Potentielle Kunden folgen den Veranstaltern auf Twitter oder per RSS Feed, um Ort und Zeit in Erfahrung zu bringen, oder werden per Mailinglist informiert. Neben den niedrigen Kosten und einer hohen Flexibilität im Vertrieb bringt dieses Konzept eine neue Art von Exklusivität, die nichts mit Preisen zu tun hat, sondern mit dem Grad und der Qualität der digitalen Vernetzung seiner Kunden – wer integriert ist, weiß wo er wann sein muss, um die limitierten Angebote zu erhalten. Wir sind gespannt, wann der erste Treats Truck Berlin erreicht.

30. Juni 2010

Arbeitsorganisation 2.0 oder der „Schach-Türke“

Amazon bietet mit dem „Mechanical Turk“ einen Marktplatz für Arbeit an, die menschliche Intelligenz erfordert. Die „Mechanical Turk“-Website ermöglicht es Firmen, auf einen unerschöpflichen „on demand“-Arbeitskräftemarkt zu zugreifen. Die Problematik, die mit dieser Art der Arbeitsorganisation via Web verbunden ist, hat Aaron Koblin in seiner Arbeit „The Sheep Market“ verarbeitet. „The Sheep Market“ ist ein webbasiertes Kunstwerk, das den „Mechanical Turk“ (oder „Schach-Türken“) benutzt, um Tausende von Arbeitern mit dem Ziel anzuziehen, eine riesige Datenbank mit Zeichnungen zu schaffen. Für eine Anfrage, die dem „Schach-Türken“ als HIT, als „Human Intelligence Task“ unterbreitet wird, erstellen die Arbeiter mit einfachen Zeichen-Tools ihre Version eines Schafs, das nach links blickt, wobei jeder Arbeiter/Künstler für jede Zeichnung zwei Cents erhält. Schachtürke ist laut Wikipedia die umgangssprachliche Bezeichnung für einen vorgeblichen Schachroboter, der 1769 von dem österreichisch-ungarischen Hofbeamten und Mechaniker Wolfgang von Kempelen konstruiert und gebaut wurde. Der Erbauer ließ bei den Zuschauern den Eindruck entstehen, dass dieses Gerät selbständig Schach spielte. Tatsächlich war darin aber ein menschlicher Schachspieler versteckt, der es bediente.

24. Januar 2010

Die re:publica 2010 steht in den Startlöchern. Jetzt Tickets kaufen.


Die vierte re:publica geht vom 14.-16. April 2010 in Berlin als Social Media-Konferenz im Zeichen des Echtzeit-Web an den Start. Unter dem Titel "nowhere" befindet sie sich im "Jetzt und Hier - und Nirgendwo" (re:publica). Als Sprecher hat sich unter anderem Jeff Jarvis angemeldet. Letzte Papers können bis Ende Januar eingereicht werden. Hier gibt es die Tickets.

21. Mai 2009

Höhepunkte der re:publica '09: Cory Doctorow und Lawrence Lessig zu Copyright

Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier zwei Höhepunkte der diesjährigen re:publica: die Vorträge von Cory Doctorow und Lawrence Lessig zum Thema Medien, Copyright und Creative Commons im Zeitalter der vernetzten Zusammenarbeit.

Besonders Lessigs Vortrag ist ein wundervoller Unterbau zur Creatice Commons-Bewegung. Doctorow ist einfach ein brillianter Beobachter und Denker.

republica2009: Cory Doctorow: How to survive the Web without embracing it - Web TV - make.tv



Die Zusammenfassung der Inhalte seines Vortrages gibt es zudem als Mitschrift bei Oliver Gassner.

republica2009: Lawrence Lessig: Society 2.0 - Web TV - make.tv



Merken, einen freien Abend suchen, hinsetzen, ein Glas trinken und die beiden erleben. 48 min. + 78 min. = 126 Minuten, die sich sehr lohnen!

6. Mai 2009

re:publica '09 - Key take aways

Was sind die Kernaussagen der Konferenz? Hier die aus meiner Sicht wichtigsten Erkenntnisse und Schlußfolgerungen der drei Tage in Berlin:
  1. Collaborative Innovation Management is no longer just an idea. It has become a useful instrument for more and more companies -> Collective Intelligence.
  2. Employees are seen more and more as a holistic source of knowledge.
  3. The trend is moving from the "Participating Web" to the "Participating Company".
  4. Communicating with other people, and having fun, are the main reasons for participating in social networks.
  5. On- and offline "worlds" are becoming more and more connected. Each drives a lot of traffic to the other. They no longer exist parallel to each other; borders are becoming more and more blurred.
  6. Meanwhile bloggers have now got the power to influence presidential elections (Obama) or overthrow CEOs (Mehdorn, Deutsche Bahn).
  7. The Open Source and Open Space Principles become the “standard” for modern development and cooperation.
  8. “Learning 2.0”, the next stage of e-Learning, is an integral part of present-day student learning.
  9. Existing copyright regulations will vanish.
  10. In three years’ time, more people will access the web using a mobile device than a fixed one.
  11. We still face a considerable lack of knowledge about the basics of "2.0" – for example, RSS. In nearly all developments, Germany is far behind the US. Germany should look at North America to anticipate customers' behaviour and use of the web.
  12. Major systems, like energy, health, transport and water, are threatening to become weak. New technology and new ways of thinking might help.
  13. The ten most popular jobs of today didn’t exist five years ago.
  14. Shift happens.